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Therapie-Angebote an der Wielandschule |
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Nachstehend sind zwei Therapieformen, welche an der Wielandschule regelmässig angeboten werden, dargestellt: Logopädie, Physio-Therapie.
Logopädie
Was ist Logopädie?
Logopädie umfasst die Arbeit mit sprach-, sprech-, stimm- und hörbeeinträchtigten
Kindern und Erwachsenen, die in ihrer Kommunikationsfähigkeit eingeschränkt
sind.
In der Sprachheilschule besuchen die Kinder zwei- bis dreimal wöchentlich die Logopädische Therapie. Hier arbeiten Logopädinnen und Logopäden interdisziplinär mit den Lehrpersonen, den Kindergärtnerinnen und allen an der Förderung des Kindes beteiligten Personen eng zusammen.
Die logopädische Therapie setzt an den Grundpfeilern der Sprache an, das
heisst: in der Auseinandersetzung mit sich und der Umwelt sammelt das Kind Erfahrungen
und setzt diese in Sprache um. In alltäglichen Handlungen führt der
Weg über das Spüren, Erleben, Handeln sowie das Erkennen und spielerische
Umsetzen von Gesetzmässigkeiten zum Sprachinhalt: vom Greifen, zum Begreifen,
zum Begriff.
Ausserdem umfasst die logopädische Arbeit regelmässige Team- und
Elterngespräche zur Festlegung gemeinsamer Förderziele sowie Standortbestimmungen
mit Fachpersonen.
Die Logopädin und der Logopäde sind aufgrund ihrer Ausbildung zur Prophylaxe, Erfassung, Abklärung, Beratung und Therapie berechtigt.
Viele Logopädinnen und Logopäden sind durch die Betreuung von Studentinnen/Studenten des Institutes für spezielle Pädagogik und Psychologie der Fachhochschule Nordwestschweiz, Pädagogische Hochschule und anderer Schweizerischer Ausbildungsinstitute in die Ausbildung junger Berufsleute involviert.
Ziel der Logopädischen Arbeit
Das Ziel der logopädischen Therapie in der Sprachheilschule besteht in der
Erweiterung der sprachlichen Fähigkeiten und der alltäglichen Kommunikationsmöglichkeiten
des Kindes sowie im besseren Umgang mit noch vorhandenen sprachlichen Schwierigkeiten
(Strategien).
Das oberste Ziel ist, die Kinder möglichst bald in den Regelschulkreis zurückzuführen. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit den Eltern und den zuständigen Fachstellen des Kantons Basel-Landschaft.
Ergotherapie
Physio-Therapie im Rahmen der Sonderschule
Die Kinder, die die Wielandschule besuchen, sind charakteristischerweise im Spracherwerb beeinträchtigt, was ihnen schulisches Lernen erschwert. Ihre sprachlichen Schwierigkeiten stehen oft im Zusammenhang mit ungenügend differenzierter Wahrnehmungsfähigkeit und mangelhafter Bewegungsgeschicklichkeit. Sowohl Wahrnehmung als auch Bewegung stellen Pfeiler in der Entwicklung von Handlungs- und Lernfähigkeit dar - Vorraussetzungen, die auch für den Spracherwerb und schulisches Lernen von Bedeutung sind.
Auftrag
Der Physiotherapeutin / dem Physiotherapeuten an der Wielandschule fällt nun die Aufgabe zu, im Rahmen umfassender Förderung der Kinder, solch mangelnde basale Fähigkeiten zu erfassen und zu behandeln. Das dabei angestrebte Ziel ist, das Kind in der Entwicklung von Selbstorganisation, Selbständigkeit in der altersgemässen Bewältigung von Alltagsanforderungen und perzeptiv-kognitiver Leistungsfähigkeit (Vorraussetzung auch für Sprache) zu unterstützen.
In Ergänzung zur ärztlichen Diagnose und weiteren Abklärungsresultaten
eruiert die Physiotherapeutin bzw. der Physiotherapeut in einer differenzierten
Abklärung jene Faktoren, welche Voraussetzung für geschicktes Handeln
und anpassendes Verhalten sind. Dies geschieht anhand von Tests und teilstandardisierten
Beobachtungsverfahren zur Wahrnehmung und Bewegung.
Mit einer motorischen Abklärung lässt sich der Standort eines Kindes
feststellen. Beobachtet wird die Grob-, Fein-, und Graphomotorik, die Raumorientierung,
die taktil-kinästhetische Wahrnehmung und das freie Spiel. Das Verhalten
des Kindes in der Testsituation gibt Hinweise auf die Art, wie es mit seinen Schwierigkeiten
umgeht.
Aufgrund verschiedener Beobachtungssituationen und Umfeldgesprächen versucht
die Therapeutin oder der Therapeut, die motorischen Beeinträchtigungen und
das motorische Entwicklungspotenzial zu erfassen und Arbeitshypothesen für
den Therapieverlauf aufzustellen. Während der Therapie erhält das Kind
Raum und Hilfe, in spielerischem Umgang seine Wahrnehmungen zu differenzieren,
eine klarere Körperwahrnehmung und ein sicheres Körpergefühl aufzubauen.
Im therapeutischen Schonraum kann es Rückstände aufholen und den Umgang
mit Schwierigkeiten im motorischen Bereich und auf der Beziehungsebene erproben.
Die Physiotherapie ist eine medizinische Massnahme und bedarf neben der IV-Verfügung
für die Sonderschule einer separaten IV-Verfügung für medizinische
Massnahmen.
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